Exkursion in den Berliner Zoo

Unseren nächsten Verwandten ins Gehege geschaut - Natürlich kann man das Thema "Primatenevolution" auch mit Arbeitsblättern und anderen Medien im Biologie-Raum in der Schule erarbeiten, doch die Beobachtung eines riesigen Gorillamannes im Gehege des Berliner Zoos ist ungleich beeindruckender und prägt sich nachhaltig ins Gedächtnis ein. Grund genug also für die SchülerInnen des Biologie-Leistungskurses der Jahrgangsstufe Q4, dem Berliner Zoo und den dort lebenden Primaten einen Besuch abzustatten. Die Lernenden vertieften dabei ihr Wissen über das abiturrelevante Thema der Primatenevolution. Unter der sachkundigen Führung von Herrn Tappe wurden den SchülerInnen an unterschiedlichen Stellen auf dem Gelände Primaten vorgestellt, die es in den nachfolgenden Gruppenarbeitsphasen zu beobachten galt. Jede Gruppe suchte zunächst zwei Primatenarten auf, um die Besonderheiten der Kopfform, die Stellung der Augen, das Aussehen der Nasenlöcher und die Stärke der Nasenscheidewand sowie die wichtigsten Sinnesorgane zu erfassen. Der Weißgesichts-Maki, das Lisztäffchen, der Ceylon-Hutaffe und der Flachland-Gorilla wurden von allen genau studiert. In einer zweiten Arbeitsphase sollten weitere Merkmale der vier Primaten beobachtet und notiert werden. Dieses Mal wurden das Aussehen und der Einsatz der Vorder- und Hinterextremitäten und die Hauptfortbewegungsart genau erfasst. In einer dritten Beobachtungsphase notierten die SchülerInnen Besonderheiten zur Funktion des Schwanzes und der Mimik und beobachteten den Kontakt der Tiere zu ihren Artgenossen. Mithilfe dieser Ergebnisse leiteten die Lernenden anschließend einzelne Evolutionstrends ab und erstellten abschließend einen Modellstammbaum der Primaten. Die intensiven Beobachtungsphasen an diesem Tag haben den SchülerInnen einen Einblick in die Arbeitsweise von Evolutionsbiologen gegeben und auch dazu beigetragen, das theoretische Wissen zur Evolution kurz vor dem Abitur nochmals anzuwenden und zu vertiefen.

zurück